Mein erster Blogartikel hatte mit Abnehmen nichts zu tun. Zum Glück.

Ich mache mit bei der Blogparade von Birgit Lorz .

Das Thema: Warum und wann ich mit dem Bloggen angefangen habe.

Ehrlich gesagt habe ich mir diese Frage so noch nie gestellt, umso spannender war es, jetzt darüber nachzudenken.



Inhaltsverzeichnis
 
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20. Dezember 2022

 

Mein allererster Blogartikel ging am 20. Dezember 2022 online. Ein Jahresrückblick, initiiert durch eine Blog-Challenge von Judith Peters. Damals hieß meine Seite noch ildikoeder.de.

 

Ich habe in diesem ersten Artikel nicht übers Essen oder Abnehmen geschrieben, sondern über Prokrastination.

 

Im Januar 2022 hatte ich meine NLP-Master-Prüfung bestanden. Es waren lange Wochenenden voller Theorie, viele Übungen, dann die Prüfung selbst: 90 Minuten, alle Unterlagen waren erlaubt, ich hatte nur keine Zeit, auch nur links oder rechts zu schauen. Ich war mega stolz auf mich, da ich die Prüfung auf Anhieb bestanden habe. Damit kam mir die „perfekte Idee“.

 

 

 

Chaotischer Schreibtisch mit Laptop, Tablet und Prüfungsunterlagen zur Vorbereitung auf die NLP-Master-Prüfung

Chaos aus Laptop, Tablet und Unterlagen während der Vorbereitung auf meine NLP-Master-Prüfung

Aufschieberitis ade

Als Coaches in Ausbildung sollten wir alle Themen unterstützen können, ob es Beziehungsprobleme oder persönliche Probleme waren, war egal, hauptsache Vielfalt.

Danach sollten wir uns aber positionieren. Gesagt worden ist: kein Bauchladen, sucht euch eine Nische, Fokus auf eine Sache.

Viele Menschen um mich herum bei der Ausbildung und außerhalb schoben Dinge auf, wollten Prüfungen nicht angehen, obwohl sie könnten.

Also dachte ich: Prokrastination, das wird mein Thema. Ich hatte sogar eine Facebook-Gruppe dazu, „Aufschieberitis ade für introvertierte Selbständige“, und einen Live-Online-Grundkurs.

Klang damals wirklich sehr logisch für mich. War es aber doch nicht, denn eine Sache habe ich außer Acht gelassen …

Ich merkte relativ schnell: über dieses Thema hatte ich gar nicht so viel zu sagen. Noch nie hatte ich ein Problem mit Aufschieben. Ich konnte als Coach helfen, klar, mit Hypnose und NLP kann ich da einiges bewirken. Aber aus meinem eigenen Nähkästchen erzählen? Fehlanzeige.

Übers Essen dagegen kann ich reden und reden. Als Ungarin koche, backe und esse ich gern. Da geht der Stoff nie aus.

Dabei habe ich für die Aufschieberitis schon einiges vorbereitet: ein Freebie mit Methoden gegen Prokrastination, ein eigener Cartoon für die Kursfigur, eine Facebook-Gruppe, ein ganzes Funnel-System. Nur meine eigene Geschichte fehlte darin. Und die merkt man einem Text an, ob sie fehlt oder nicht.

Zeichnung von einem Menschenkopf mit Köpfhörer

 

 

Deshalb der Umzug zu eschlanki.de, keine vier Wochen später, schon im Januar 2023. Und ein zweiter Umzug im Sommer 2024, zur abnehmdetektivin.de, wo ich bis heute schreibe.

 

 

 

Handwerk und Herausforderungen am Anfang

 

 

Die größte Herausforderung war am Anfang gar nicht das Schreiben. Es war das Drumherum. Logo, Farben, Schriftarten, dazu die Google Fonts umgehen und natürlich alle rechtlichen Pflichten für Impressum und Datenschutz. Das hat mich zeitweise mehr Nerven gekostet als jeder Blogartikel.

 

 

Ich habe meine Webseite komplett selbst gebaut, bastle bis heute sehr gerne daran. Mal optimiere ich Texte, mal schleife ich an der Technik im Hintergrund. Aufgegeben habe ich dabei nie, auch wenn manche Abende länger wurden, als ich vorhatte.

 

 

Es gab auch die Phase, in der ich gleichzeitig mit mehreren Ideen schwanger ging. Prüfungsangst, Prokrastination, Coaching allgemein, alles stand irgendwie im Raum. Zu viele Möglichkeiten, zu wenig Fokus. Erst das Schreiben selbst hat mir gezeigt, welche Idee tatsächlich trägt und welche nur gut klingt.

 

 

Wie es sich angefühlt hat

 

 

Als dieser erste Artikel online ging, war ich total aufgeregt und freudig. Ich habe was gestartet. Das war das Gefühl, ganz unabhängig davon, ob das Thema am Ende das richtige war.

 

 

Rückblickend war der Wechsel weg von Prokrastination kein Rückschlag. Es war einfach die ehrliche Erkenntnis: Schreib über das, wozu du wirklich was zu sagen hast. Nicht über das, was du beruflich am besten kannst.

 

 

Aus einem Artikel wurde ein Ritual

 

 

Der Jahresrückblick von 2022 war nicht nur mein erster Artikel. Er wurde zur Tradition. 2023, 2024, 2025, jedes Jahr im Dezember, wenn Judith dazu aufruft, schreibe ich wieder einen. Inzwischen ist das mein persönlichstes Ritual auf dem Blog: der Moment, in dem ich selbst zurückschaue, bevor ich nach vorne blicke.

 

 

Und auch sonst hat sich viel verschoben, seit ich beim Thema Essen gelandet bin. Aus Fragen meiner Leserinnen wurden ganze Artikel: „Darf ich abends noch Kohlenhydrate essen?“ wurde zu Spaghetti im Mondschein. Die Unsicherheit beim Wiegen wurde zu Wiegen oder messen?. Nach dem Artikel zum Frühstück beim Abnehmen kamen so viele Kommentare und Mails rein, dass ich wusste: Das hier trifft einen Nerv, den Aufschieberitis bei mir nie getroffen hat.

 

 

Wenn ich heute zurückblicke, passt das ziemlich gut zusammen. Ich schreibe für Frauen ab 45, die schon vieles ausprobiert haben und trotzdem nicht dauerhaft dort ankommen, wo sie hinwollen: zum Wohlfühlgewicht. Genau das war mein eigener Weg zum Bloggen: erst das nahliegende Thema, dann die Ehrlichkeit, zu merken, was wirklich zählt. Vielleicht ist das sogar die beste Voraussetzung, um über Abnehmblockaden zu schreiben. Ich kenne den Umweg aus eigener Erfahrung, nicht nur beim Gewicht, sondern auch beim Bloggen selbst.

 

 

Würde ich wieder von vorne anfangen?

 

 

Ja. Und zwar genau so chaotisch, mit dem falschen Thema zuerst. Denn ohne den Umweg über die Aufschieberitis hätte ich vielleicht nie so klar gemerkt, wie viel Energie im Thema Essen und Genuss für mich steckt.

 

 

Wenn du selbst überlegst zu bloggen: Fang einfach an, auch wenn das Thema noch nicht sitzt. Warte nicht auf die perfekte Positionierung, die gibt es beim ersten Artikel sowieso nicht. Du merkst beim Schreiben, worüber du wirklich etwas zu sagen hast, und worüber nicht. Das lässt sich am Schreibtisch nicht vordenken, das findest du nur raus, indem du schreibst.

 

 

Ein einfacher Test, den ich viel zu spät entdeckt habe: Frag dich, worüber du auch ohne Anlass stundenlang reden könntest.

Bei mir war das garantiert nie Prokrastination.

Aber beim Thema Essen? Da kann ich ohne Pause reden, schreiben … und hypnotisieren.

 

 

Die größte Freude macht es mir heute, wenn Leserinnen sich in meinen Geschichten wiederfinden und ich sie dabei unterstützen kann, das Leben wieder voll und ganz zu genießen.

 

 

Wenn du magst, lies dir gern auch Birgits eigenen Beitrag zur Blogparade durch, oder schau in meinen Rückblicken vorbei, wie sich das Ganze seit 2022 weiterentwickelt hat.

 

 

Und falls du gerade selbst an einer Abnehmblockade hängst und das Gefühl hast, du hast schon alles ausprobiert: komm in meinen Newsletter. Da bekommst du jede Woche eine Mischung aus Tipps und Einblicken in meinen eigenen Weg.

 

 

Lass mich das Geheimnis deines schlanken Ichs entschlüsseln.

Deine Abnehmdetektivin

Ildiko

 

 

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