Gestern landete eine Mail von Linda Kunze in meinem Postfach. Darin ging es um ein kleines Schreibritual, das sie ins Leben gerufen hat: 7 Gedanken. Am siebten eines Monats schreibt man sieben Gedanken auf.
Als ich das gelesen habe, musste ich schmunzeln.
Denn genau solche Gedanken tauchen ständig auf. Beim Kochen, wenn ich wieder einmal zu viel Gemüse auf dem Brett liegen habe. Beim Spazierengehen. Oder mitten in einem Gespräch mit einer Kundin, wenn plötzlich ein Satz fällt und ich innerlich denke: Moment mal… das ist gerade wichtig.
Das Problem ist nur: Diese Gedanken verschwinden schnell wieder. Man hat sie morgens beim Spaziergang, findet sie richtig gut, denkt noch „Das muss ich mir merken“, und paar Minuten später ist alles wieder weg. Der Alltag hat sie einfach überrollt. Termine, Projekte, To do Listen, das ganze normale Leben eben.
Die Idee hinter den 7 Gedanken gefällt mir deshalb so gut, weil sie genau das verhindert. Man sammelt diese kleinen Erkenntnisse wieder ein. Nicht die großen Lebensweisheiten, sondern die Dinge, die zwischendurch auftauchen und irgendwie hängen bleiben. Manche sind persönlich, manche sind einfach Beobachtungen aus dem Alltag, und hin und wieder rutscht auch ein Gedanke über Business dazwischen.
Hier sind meine sieben Gedanken aus letztem Monat.
Gedanke 1 – Eine Beobachtung
Der erste Gedanke beginnt mit einer einfachen Frage, die Linda in ihrem Ritual stellt:
Was ist dir im Alltag aufgefallen? Gab es einen Moment, der unscheinbar war und trotzdem geblieben ist?
Ich stelle meinen Kundinnen diese Frage oft in einer anderen Form.
Ich lade sie ein, wieder mehr im Hier und Jetzt anzukommen, die Umgebung wirklich wahrzunehmen und nicht immer nur im Kopf von To do Liste zu To do Liste zu springen.
Und ehrlich gesagt: Wenn ich das anderen empfehle, dann versuche ich natürlich auch selbst, so durch den Alltag zu gehen.
Im Februar ist mir genau so ein Moment begegnet. Ich war draußen unterwegs und plötzlich sehe ich sie: die ersten Schneeglöckchen.
Ganz klein, noch zu, ganz still, mitten im noch kalten Boden.
Natürlich habe ich sofort meinen Handy gezückt, mich hingekniet und sie fotografiert. Ich habe mich wirklich gefreut, wie ein kleines Kind. Kurz danach kam sogar noch einmal Schnee, als wollte der Winter sagen: Ich bin noch nicht ganz fertig. Aber die Schneeglöckchen waren trotzdem schon da.

Gedanke 2 – Eine Erkenntnis aus Arbeit oder Business
Manchmal verändert sich im Business gar nicht so viel und trotzdem fühlt sich plötzlich etwas ganz anders an. In den letzten Wochen habe ich meine Texte angeschaut, Formulierungen bewegt, ein bisschen geschoben, ein bisschen gestrichen. Und dabei ist mir etwas aufgefallen.
Bisher stand: „Schlemme dich schlank.“
Das hat mir lange gefallen, weil es zeigt, dass Essen nicht automatisch Verzicht bedeutet.
Und trotzdem hat sich beim Lesen immer wieder ein kleines Fragezeichen gemeldet. Irgendetwas daran fühlte sich nicht mehr ganz stimmig an. Nicht falsch, aber auch nicht mehr genau das, was ich wirklich ausdrücken möchte.
Ich benutze öffteren in anderen Kontext auch ein anderes Wort: genießen.
Und auf einmal war es klar.
Genieße dich schlank.
Das fühlt sich für mich viel runder an. Ruhiger. Mehr nach dem, wofür ich eigentlich stehe. Essen mit Freude, mit Aufmerksamkeit, mit Geschmack, nicht im Kampf mit dem Körper.
Und keine Sorge: Das bedeutet natürlich nicht, dass man nie mehr schlemmen darf. Ganz im Gegenteil. Ein Stück Kuchen, ein gutes Essen mit Freunden, ein Glas Wein, all das gehört zum Leben dazu.
Der Unterschied ist nur: Es geht nicht ums hemmungslose Schlemmen.
Es geht darum, wieder zu lernen, wirklich zu genießen.
Gedanke 3 – Etwas Persönliches
Am Anfang des Jahres habe ich mir wieder meine fünf Ziele für 2026 aufgeschrieben. Wer meinen Jahresrückblick gelesen hat, erinnert sich vielleicht noch an eines davon. Es stand dort ziemlich eindeutig: Reisen, Reisen, Reisen.
Und manchmal dauert es ein bisschen, bis aus so einem Satz auch wirklich konkrete Pläne werden. Man spricht darüber, schaut sich Bilder an, denkt sich: Das wäre schön… und irgendwann passiert der Moment, in dem man tatsächlich bucht.
Genau das ist in den letzten Monat passiert.
Der Oktober steht jetzt ganz im Zeichen von Bali. Und jedes Mal, wenn ich daran denke, muss ich lächeln. Diese Mischung aus Vorfreude, ein bisschen Fernweh und diesem Gefühl, dass da eine richtig schöne Zeit auf uns wartet.
Ich mag solche Momente sehr. Wenn ein Ziel, das am Anfang nur ein Gedanke auf einer Liste war, plötzlich langsam real wird. Wenn aus „Irgendwann vielleicht“ ein konkretes Datum im Kalender wird.
Und ehrlich gesagt: Bei diesem Ziel bleibe ich mir treu.
Reisen, Reisen, Reisen.
Bali – ich komme.
Gedanke 4 – Ein Satz, der geblieben ist
Manchmal reicht ein einziger Satz, und er setzt sich irgendwo im Kopf fest. Er bleibt einfach da und taucht immer wieder auf, genau in den Momenten, in denen man ihn braucht.
Diesen Satz, eigentlich eine Frage, habe ich bei einer KI Fortbildung gehört. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr genau, in welchem Zusammenhang er ursprünglich gefallen ist. Irgendwann stand der Referent auf der Bühne und stellte eine Frage in den Raum: „Was würde die Liebe tun?“
Kurz danach lief natürlich etwas technisch schief. Mikrofon, Präsentation, irgend so etwas, das in solchen Momenten gern passiert. Der Referent begann sich ein wenig zu ärgern, das Publikum wurde unruhig und plötzlich ruft jemand aus dem Saal wieder genau diesen Satz: „Was würde die Liebe tun?“
Der ganze Raum musste lachen.
Und genau da ist mir aufgefallen, wie stark diese Frage eigentlich ist. Seitdem taucht sie bei mir immer wieder auf, besonders dann, wenn eine Situation plötzlich schwierig wird oder wenn ich merke, dass gerade Ungeduld oder Ärger hochkommen.
Dann frage ich mich kurz: Was würde in diesem Moment die Liebe tun?
Die Antwort ist erstaunlich einfach.
Fast immer kommt zuerst ein Lächeln.
Gedanke 5 – Etwas, das sich verändert hat
Manchmal merkt man Veränderungen erst, wenn sie plötzlich sehr deutlich werden. Vor ein paar Wochen lag noch Schnee. Richtig Winter. Ich erinnere mich noch an den Schnee, alles kalt, grau, dick eingepackt. Und dann, eine Woche später, zeigt das Thermometer plötzlich fünfzehn, siebzehn, sogar neunzehn Grad. Sonne. Menschen ohne Jacke. Frühling auf einmal.
Mein erster Gedanke war ehrlich gesagt nicht nur Freude, sondern auch eine kleine Sorge: Wie soll der Körper das eigentlich verkraften? Diese schnellen Sprünge vom Winter direkt in fast schon frühsommerliche Temperaturen. Und auch für die Natur fühlt sich das manchmal ein bisschen verrückt an.
Dann kam mir plötzlich ein ganz anderer Gedanke. Moment mal. Du warst doch im Oman im Dezember. Da steigst du aus dem Flugzeug, draußen sind plötzlich achtundzwanzig Grad, gefühlt sogar über dreißig, und dein Körper kommt trotzdem klar damit. Kein großes Drama, kein Protest.
Das hat mich zum Schmunzeln gebracht. Offenbar kann der Körper viel mehr, als wir ihm manchmal zutrauen. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich alles gleich anders anfühlt, wenn man im Urlaub ist. Der Kopf ist frei, man erwartet Wärme, man freut sich darauf und plötzlich funktioniert die Anpassung ganz selbstverständlich.
Hier dagegen stolpern wir gefühlt direkt aus dem Winterschlaf in die Frühlingsmüdigkeit. Und der Körper denkt sich wahrscheinlich auch erst einmal: Moment… was passiert hier gerade?

Gedanke 6 – Eine Überraschung
Manchmal passieren Dinge, die einen zum Nachdenken bringen.
Ich biete den Heißhunger SOS Rezept für 0€ zum herunterladen an. Vielleicht kennst du schon mein Rezept? Falls nicht, kannst du es dir natürlich gerne anschauen und ausprobieren.
Interessant wurde es erst neulich:
Eine Interessentin hat mir nämlich eine Abmeldung geschickt. Und zwar nicht einfach still über den Button, sondern mit einer kleinen Nachricht. Ganz direkt, ganz klar, ganz in ihrem Stil:
„Nepper Schlepper Bauernfänger – wie könnte es auch anders sein. Und Tschau.“
Im ersten Moment sticht so etwas natürlich ein bisschen. Ich glaube, das kennt jeder, der online arbeitet. Aber ganz ehrlich: Im zweiten Moment musste ich schmunzeln.
Denn in der Anzeige, über die sie sich eingetragen hat, stand ziemlich genau das, was sie dann auch bekommen hat. Keine geheimen Tricks, keine Wunderpille. Da stand, du hast es schon tausendmal gehört aber hast du es eigentlich auch schon ausprobiert?
Viele kennen diese Ideen nämlich längst. In fast jedem Buch übers Abnehmen taucht dieser Rezept auf. Warum? Weil er so wirksam ist!
Der spannende Punkt ist ein anderer: Die wenigsten setzen es wirklich um.
Deshalb interessiert mich jetzt etwas viel mehr als diese eine Abmeldung.
Hast du das Rezept schon ausprobiert?
Und wenn ja: Was hast du dabei beobachtet?
Gedanke 7 – Ein Ausblick oder eine Frage
Ein Gedanke, der mich gerade begleitet, hat tatsächlich mit meiner Reset Taste zu tun. Bisher habe ich sie immer als gemeinsame Runde gemacht, mit festen Terminen, Startdatum, Gruppe, Austausch. Das hat auch etwas Schönes, weil wir gemeinsam durch diese Tage gehen.
Gleichzeitig merke ich immer öfter, dass einige Frauen fragen, ob sie den Reset auch einfach dann starten können, wenn es für sie gerade passt. Ohne auf den nächsten Termin zu warten. Einfach dann, wenn dieser innere Moment kommt: Jetzt möchte ich wirklich etwas verändern. Jetzt möchte ich diesen Neustart.
Deshalb spiele ich gerade mit einem Gedanken. Vielleicht öffne ich die Reset Taste zusätzlich auch für Frauen, die sie selbstständig durchführen möchten. In ihrem eigenen Tempo, zu ihrem eigenen Zeitpunkt.
Ganz entschieden habe ich das noch nicht. Aber die Idee lässt mich gerade nicht los.
Deshalb interessiert mich wirklich deine Meinung:
Wäre das für dich spannend?
Im Moment gibt es erst einmal die Warteliste für die nächste gemeinsame Runde Mitte April. Wenn du magst, kannst du dich dort gern eintragen und mir damit gleichzeitig zeigen, ob dieser Weg für dich interessant wäre.
Lass mich das Geheimnis deines schlanken Ichs entschlüsseln.
Deine Abnehmdetektivin
Ildiko

Liebe Ildiko,
ich bin gerade sehr berührt, weil ich merke wieviele kraftvolle Gedanken wir haben und diese oftmals versteckt in unseren Köpfen bleiben. Danke für diesen ehrlichen und sehr persönlichen Gedankeneinblick.
Als ich Joggen war, habe ich auch die ersten Schneeglöckchen bewundert. Das hatte ich schon fast wieder vergessen.
Die Frage: Was würde die Liebe tun? habe ich schon öfter in Laura Malina Seilers Podcast gehört und ja, diese Frage sollten wir uns vermutlich täglich bei 1-2 Dingen fragen.
Ganz liebe Grüße zu Dir.
Deine Linda
Liebe Linda,
danke dir für deine berührenden Worte. Es freut mich sehr, dass dich die Gedanken so erreicht haben. Manchmal reicht tatsächlich ein kleiner Moment wie die ersten Schneeglöckchen, um uns wieder daran zu erinnern, wie viel Schönes schon da ist.
Und ja, diese eine Frage kann im Alltag erstaunlich viel verändern.
Ganz liebe Grüße
Ildiko